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Sonntag, 4. November 2012

Windows 8 All Tasks "Godmode"

Habe mich nochmal mit der Registry unter Windows 8 beschäftigt, dabei ist mir ein RegKEY aufgefallen, welcher noch etwas mehr Einstellungen zugänglich macht als der Godmode von W7 (der W7 Godmode zeigt unter Windows 8 offenbar nicht alle Optionen an. Den richtigen Modus aktiviert man unter Windows 8 Pro beim Erzeugen eines neuen Ordners mit der Bezeichnung:

Alle Einstellungen.{F90C627B-7280-45DB-BC26-CCE7BDD620A4}

Ausserdem kann man an beliebiger Stelle Schnellverknüpfungen zu ein paar Systemeinstellungen anlegen. Dabei gilt die gleiche Vorgehensweise von oben nur mit folgenden Bezeichnungen:

 Theme Manager.{ED834ED6-4B5A-4bfe-8F11-A626DCB6A921}
Netzwerk.{F02C1A0D-BE21-4350-88B0-7367FC96EF3C}
Dateiversionsverwaltung.{F6B6E965-E9B2-444B-9286-10C9152EDBC5}

Noch hab ich mich nicht durch die gesamte Registry gewühlt, da es doch etwas dröge ist, daher werde ich bei Zeiten an entsprechender Stelle fortfahren...

Montag, 29. Oktober 2012

Windows 8 der Neubeginn

Habe mir gestern Windows 8 Pro über den Microsoft Download zugelegt und finde es Klasse, auch wenn ich erst sehr Misstrauisch war, ist die Bedienung doch intuitiv und simpel. Die Kacheloberfläche im "Tiles" Design bietet doch einige Vorzüge gegenüber der klassischen Ansicht.

Es gibt jedoch einige Kleinigkeiten die anders sind als man es vielleicht von vorher gewohnt ist, so erreicht man zB. die klassische Systemsteuerung über einen Rechtsklick unten links auf dem Tiles Bildschirm im dort erscheinenden Kontextmenü. Hier ist auch der Ort zu finden wo man ua. auf die Eingabeaufforderung gehen kann um zB. direkte Systemsteuerungselemente öffnen zu können (Beispiel: "ncpa.cpl", dies öffnet die Liste der vorhandenen Netzwerkverbindungen).

Wichtig, und da finde ich das hätte man explizit noch mal irrgendwo fett schreiben sollen, ist das wenn man Windows 8 als Download von der Microsoft Seite bezieht direkt mit angegeben werden sollte, das man mittels des Update Tools welches man herunterläd und startet im Anschluss nach dem Download die Möglichkeit geboten bekommt sowohl ein ISO Image für eine selbst zu erstellende Installations-DVD, als auch die Installation als Installationsabbild auf einem USB Stick möglich ist. Ohne diesen Hinweis, ist man doch etwas verunsichert ob der aktuell ca. 30€ teure Downloader NUR Windows 8 installiert und die seperat erhältliche DVD, welche aktuell bei ca. 60€ liegt, reine Installationsmedien bereitstellen.

Kurz gesagt, wenn man Windows 8 über Download bezieht, kann man anschliessend eine DVD davon erstellen, wenn man mag (und weis wie es geht), wenn man die DVD kauft, hat man eigendlich nichts gewonnen ausser vielleicht eine hübsche Pappschachtel mit ner Disc drin.

Bezahlt werden kann Windows 8 Pro aktuell im Downloadverfahren über Paypal und Kreditkarte, ok
das mit Paypal fand ich klasse, weniger Klasse fand ich, das wenn man nach anschliessender Installation von Windows 8 das Visual Studio 2012 installiert und sich um eine Entwicklerlizenz für den Windows 8 Appstore (diese kostet aktuell ca. 37€) bemüht, das dann anders als beim Windows 8 Kauf NUR eine Kreditkarte und nicht Paypal akzeptiert wird, das bedeutet, das wenn man das erstmal alles ausgefüllt hat, und mühsam die Lizenzbestimmungen gelesen hat und es an die Abrechnung geht, das man dann ziemlich doof aus der Wäsche guckt, sofern man keine Kreditkarte hat (allerdings sollte dafür eigendlich auch zB. eine Prepaid Visa reichen, was ich aber vorerst nicht getestet habe).

Interessant ist das auch unter Windows 8 Pro der Godmode problemlos zu funktionieren scheint, um diesen zu aktivieren braucht man nur in irgendeinen Unterordner auf der Festplatte gehen und einen neuen Ordner anlegen mit dem Namen:

GodMode.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}
(Nachtrag: Hierfür ist jedoch besser der neuere Ordnername für W8 geeignet; siehe Folgeblogeintrag).

Damit stehen dann wie auch schon von Windows 7 bekannt sehr viele Systemeinstellungen übersichtlich zur Verfügung, welche ansonsten schwieriger zu erreichen wären. Durch die Verwendung und den Test des Godmodes unter Windows 8 bemerkte ich ein interessantes Verhalten des Explorers.

Im Fenster der Godmodes ist die Explorer-Ansicht kurioser Weise klassisch, also nicht mit dem Ribbon Design und den Schnellwahl Tasten oben, sondern in der Art wie man es aus dem Explorer von Windows 7 kennt, dh. man kann dort links auf Ordneroptionen klicken, Layout wählen und Menüleiste auswählen was wiederum die klassische Menüleiste einblendet, in welcher man auch den Bereich für die klassischen Ordneroptionen unter Extras findet und Sachen wie die Anzeigen von Systemdateien und mehr anpassen kann, was manchmal ganz praktisch sein kann, da man sich auf diesem Weg den Umweg über die Systemsteuerung sparen kann.

Dies ist zwar interessant, hingegen ist jedoch interessanter, das dieses Layout mit der Menüleiste überhaupt vorhanden ist, mit anderen Worten hat man also die Funktionalität dieses Designs von Windows 7 in Windows 8 integriert gelassen und dies lediglich irgendwo (vermutlich in der Registry) deaktiviert. Leider habe ich bisher nicht den passenden RegKEY finden können um dauerhaft und für alle Ordner auf dieses Design mit der Menüleiste anstelle der Ribbons umzuschalten (ich mag das letztere schlichtweg nicht besonders), früher oder später wird da aber sicherlich jemand drüber stolpern.

Erneut über den Godmode ist mir aufgefallen, das hierrüber der Gruppenrichtlinien Editor gestartet werden kann (unter Verwaltung / Gruppenrichtlinie bearbeiten). Wenn man diesen startet, findet man unter Richtlinien für lokalen Computer / Benutzerkonfiguration / Administrative Vorlagen / Startmenü und Taskleiste den Punkt "Klassisches Startmenü erzwingen", offengestanden bin ich mir nicht sicher ob das klappen würde (Erstens wird dort Windows 8 garnicht als Voraussetzung aufgeführt, zweitens will ich nicht gleich mein neues Windows 8 am ersten Tag neu installieren müssen, falls das fehlschlägt), dennoch - verlockend wäre das mal zu testen.

Sonntag, 16. September 2012

Auto Song One - Pattern/Track Varianten-Editor


Dieses ist ein Varianteneditor für Tracks eines Musikprogramms an dem ich
schreibe welches später mal eigenständig Musik erstellen soll.

Dazu werden verschiedene Mechanismen herangezogen um ein möglichst
melodisches Klangbild abzugeben. Dennoch sind viele Dinge hierbei
"gescriptet" wie eben die Tracks welche sich zwar in den Varianten,
den Effekten, dem Aufbau und Klangbild unterscheiden werden, und durch
Kombination Millionen von unterschiedlichen Songvarianten hervorbringen,
jedoch müssen diese weiterhin zunächst von Menschen, in ein geordnetes
Bild gebracht werden.

Eben dazu dient, als erster Schritt, der hier vorliegende Varianten-
Editor. Er ermöglicht es jeweils einen einzelnen Track ähnlich
den Tracks eines Soundtrackers diesen als Ablaufroutine vorzudefinieren,
wobei jeweils bis zu 15 Varianten durch clonen des jeweils ausgewählten
Bereichs in den nächsten Trackvariantenslot kopiert werden, wo dieser
hinsichtlich der jeweiligen Variante modifiziert, und seinerseits erneut
geklont werden kann.



























Im späteren Hauptprogramm, welches seperat erscheint, wird dann jeweils
pro Spur einer der Tracks zufällig geladen, wobei auch die Variante und
andere Elemente zufällig ausgewählt und (möglichst) harmonisch kombiniert
werden sollen.

Dies ist eine sehr frühe Testversion. Sie ist keineswegs Speicheroptimiert
und nutz den Arbeitsspeicher rege :-) Benutzung auf eigene Gefahr.

Zum Ausprobieren sollte ein halbwegs aktuelles Windows 7 genügen, vielleicht
reicht jedoch auch XP mit .Net Framework (nicht getestet) ausserdem ist
DirektX erforderlich, da das Programm DirectSound für den Soundbuffer und
die Effekte verwendet.

Die Benutzung des Tools ist recht simpel, einfach die jeweiligen Noten in
der jeweiligen Trackslotspalte einfügen (das darf auch während des Abspielens
geschehen), mit Play könnt ihr das ganze anhören und auch zur Laufzeit zwischen
den Trackvarianten wechseln.

Beispiel:
Der Testtrack, welcher beim Starten mit geladen wird ist gleich zu Anfang
ausgewählt. Klickt doch mal auf "Clone to right", dann wird dieser in den
zweiten Slot geklont (das Klonen bezieht sich immer auf den jeweils oben
ausgewählten Slot um einen Slot nach rechts). Entfernt dann aus Slot #2 ein
paar Noten, Schaltet bei Tick Speed auf 180 ms, bei Effekt auf "Echo" und
wählt nachdem ihr wieder (oben) Slot #1 gewählt habt auf "Play", das ganze
klingt nun schon ganz nett, wenn ihr jetzt während des abspielens auf Slot #2
wechselt merkt ihr recht schnell worum es hier eigendlich geht, falls das
noch nicht durchschaut wurde. :)



Update zu Version 0.2:
18.09.2012

Neu ist jetzt ein Trackbar der die Position im Track zur Laufzeit anzeigt,
ausserdem wurde das alte Verfahren für die Hilfslinien in der Trackansicht
über Bord geworfen und durch eine andere Lösung ersetzt. Desweiteren
gibts jetzt sogenannte Generatoren, welche selbst neue Tracks nach dem
Zufallsprinzip erstellen bzw. bestehende Strukturen ersetzen können ua..



Herunterladen zum ausprobieren könnt ihr das Tool in der Version 0.2 vom 18.09.2012 hier (~ 2mb).


Bei Fragen bitte im Blog in die Kommentare schreiben.










Bekannter Bug: Gelegendlich kommt es in v0.2 beim Harmonic Random
Generator zu einem Speicherüberlauf der dazu führt das seltsame Zeichen in
Slot #1 angezeigt werden, das ist allerdings nicht allzu tragisch, dann einfach
nochmal auf den Harmonic Random Generator klicken.

Dienstag, 14. August 2012

Mars One - Selbstmord Mission zum Mars ?!

Vor wenigen Tagen, erschien in den GNews eine Meldung zum geplanten, staatlich unabhängigen  Mars One Projekt. Besagtes Projekt plant lt. der Webseite eine bemannte Marsmission ab dem Jahre 2023. Das ganze soll dort, wie ua. der FAQ zu entnehmen ist, ca. 6 Milliarden US Dollar kosten (ungefaire Einschätzung). Finanziert werden soll es über das Prinzip einer Reality TV Show (Trumanshow ähm. hier vielleicht Marsmanshow läßt grüßen). lt. der Webseite werden zunächst 4 Astronauten dorthin befordert, mittels spartanischen Mitteln des heute technisch Möglichen. Das ganze ist jedoch ein One-Way-Ticket ohne die Möglichkeit einer Rückkehr, dh. dort landen, dort leben, dort soziale Strukturen aufbauen, dort arbeiten, dort alt werden und schliesslich nach einem langen erfüllten Leben dort sterben.

Es ist vorgesehen alle paar Jahre weitere Gruppen mit jeweils 4 Astronauten dort zu landen, damit allmählig eine kleines Dorf entsteht. Das klingt ja alles ganz schnuckelig, jedoch scheint es mir objektiv gesehen völlig irrational, jedenfalls langfristig, selbst wenn ich vielleicht selbst gern dabei wäre. Die Seite scheint sich jedenfalls in einigen Punkten selbst zu wiedersprechen, so ist zB. auf dem Preview Video zu sehen, wie man sich die Marsbasen für jeweils 4 Astronauten vorstellt, die Dimensionen passen hierbei nicht wirklich zu den Angaben in der FAQ. Auch wenn das ganze eine Vision des Ziels darstellt, ist zB. bei der Geräumigkeit des Ganzen davon die Rede, das auf dem Zielplaneten jedem Bewohner ein Wohnbereich von ca. 50 m²  (Stichwort Merotop) zugehörig ist, was eine Gesamtfläche von 200 m² ausmacht. Diese Habitate nutzen dabei eine Entfaltungstechnik (vor einigen Jahren wurde bereits ein Modellversuch solcher komprimierten Wohneinheiten erfolgreich durchgeführt, jedenfalls direkt im Raum zu Probezwecken durch ein Raumfahrtunternehmen). Das Verfahren klingt logisch, da ein Transport von Fertigmodulen in der Größe sicher jegliches Kostenlimit übersteigen würde. Auf der anderen Seite ist ein Modul auf dieser Basis langfristig gesehen sicher nicht ganz unanfällig für Materialermüdung und andere Unwegbarkeiten. Was das Vorschauvideo angeht, so sind diese Habitate doch deutlich kleiner als 200 m² visuell dargestellt, jedenfalls im Bezug auf herzustellene Lebensmittel und Sauerstoff Farmen. Ich würde mir vorstellen, das wenn man schon auf dem Mars sesshaft wird, das zu den Aufgaben gehören dürfte diese Dinge selbst zu produzieren, da ein Transport der nötigen Resourcen vom Mutterplaneten zur neuen Welt auf dem Zielplaneten vermutlich logistisch unrealistisch ist.

Apropos neue Welt, auch der Vergleich mit Entdeckung der neuen Welt hinkt etwas, zumal, um mal bei Columbus zu bleiben, dieser zwar am Zielort eintraf, jedoch garnicht mal dort landete wo er eigendlich hin wollte und die Mannschaft aus deutlich mehr Mitgliedern bestand von denen auch viele im Rahmen der Reise verstarben. Auf Basis dessen, selbst wenn man einen Vergleich ziehen könnte und eine Prozentangabe errechnen könnte aufgrund des Verlustes an Menschenleben bei der Columbusreise mit der ersten Reise dieser Art mit einer 4 köpfigen Besatzung, glaube ich kaum das man mit dem lt. Mars One sinnbildlich besagten linken Bein auskommen würde um den Traum zu verwirklichen.

Ausserdem dauerte es bei Columbus nicht allzu lange, bis eine gewisse Unabhängigkeit erklärt wurde, und man sich von der Krone trennte, was bei im Vergleich dazu bei einer Marsmission dieser Art sicher ungeahndet bleiben dürfte. Was soll man da machen ? Jemand hinschicken der sagt "Du, du, du, mach das nicht nochmal" ? - Klingt nicht sehr warscheinlich in meinen Augen.

Die Finanzierung soll lt. der Seite wie bereits erwähnt überwiegend durch eine Reality Show vorangetrieben und finanziert werden, ich meine wie realistisch ist das, das jemand der ein mal da ist, länger als ein paar Jahre auf dem Mars in einer Dose hockt noch Lust verspührt das buchstäblich jeder der möchte, über die Blasenfunktionalität oder das Aufkommen von Meteorismus bei sich bescheid weis. Ich vermute einfach mal ganz Zart, solange da keine TV Produzenten und Security Personal rumlaufen, dürfte es nicht allzu lange dauern bis der Eine oder Andere der 4 auf die Idee kommt einfach die Kameras zuzukleben.

Ich ziehe auf den Planeten X und nehme mit
eine Zahnbürste,
eine Rolle Klebeband,
und eine Zyankalikapsel

Bei einer Reality Show gibts eigendlich immer (jedenfalls soweit mir bekannt ist) ein lohnendes Ziel. Die Frage ist doch welches lohnendes Ziel hat man noch wenn man ohnehin schon mal da ist wo mal hinwollte ? Die Chance auf eine Heimreise ? Das wäre doch was, oder nicht ? Nur dann ist die ganze Geschichte Sinnlos, da es ja um den Aufbau von sozialen Strukturen und der Erkundung einer neuen Welt geht, jedenfalls für die Reisenden, das es prinzipiell um das große Geld und Einschaltquoten gehen könnte lassen wir vorerst mal aussen vor.

Vermutlich wurden die neuen Marsianer zwar noch ihre Arbeit verrichten, für sich selbst sorgen, jedoch persönlich gesehen mit der Zeit gewissen Verhaltensweisen entwickeln die an die Abgestumpfheit und Gleichgültigkeit der Protagonisten des SciFi Klassiker Film "Dark Star" erinnern.


Die Kameras würden abgedunkelt, und nur noch das Mindestmaß an Informationen übermittelt. Selbst mit noch so viel Intusiasmus und Selbstaufgabebereitschaft dürfte irgendwann der Breakpoint erreicht werden, zumal es eben nach der aktuellen Planung ein One-Way Ticket ohne Wiederkehr ist. Selbst wenn man Leute findet die dazu bereits sind, sich freiwillig ein Leben lang in eine Dose in der Wüste einsperren zu lassen, ähnlich eines Inhaftierten mit lebenslänglich, dürften letztere ggf. immer noch mehr Freiheitsgrade zur Verfügung haben.

Auch die Produktion der benötigten Rohstoffe und Grundlagen des Lebens sind meiner Ansicht nach nicht abschliessend durchdacht. So gab es bereits vor einigen Jahren mehrfach Versuche ein völlig unabhängiges Ökosystem unter eine Kuppel hermetisch abgeschnitten von der Außenwelt auf der Erde zu schaffen, bisher scheinen alle diese Versuche kläglich versagt zu haben, ein gutes Beispiel für einen solchen Versuch ist die Biosphäre 2 wo immerhin 2 Jahre überleben möglich war, dies jedoch nur unter speziellen Bedingungen und natürlich dem Lichteinfall wie man ihn auf der Erde hat. Ein solches Konstrukt auf dem Mars zu schaffen, dürfte deutlich die Möglichkeiten eines solchen Projektes zum gegenwärtigem, technischen und finanziell machbarem Stand überschreiten.

Um jedoch fair zu bleiben bleibt zu sagen das es vor einigen Jahren ein weitestgehend erfolgreiches Experiment dieser Art gab, das russische Bios-3 Project verwendete ein bei weitem kleiners Habitat mit einem in sich abgeschlossenen Ökosystem, hierbei kamen primär Algen zur Luftaufbereitung zum Einsatz. Weitere informationen diesbezüglich lassen sich auf der russischen Seiten der International Center for Closed Ecosystems (übersetzt ins deutsche) finden. In diesem Zusammenhang wäre noch zu erwähnen das die Habitate in den beschreibenden Bildern in der Erweiterungs (Aufbau von Infrastruktur) gewisse Ähnlichkeiten mit dem Laboratory Biosphere Project der Global Ecotechnics Corporation aufweisen.

Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 9. August 2012

Curiosity RAW Images in 3D


Da bereits die ersten RAW Images von Curiosity (MSL Mission der NASA) veröffentlicht wurden, und einige davon bereits als anaglyphischen 3D umrechenbar sind habe ich mal ein kleines Tool programmiert, welches die Bilder per Side-by-Side verfahren aneinander kettet. Damit ist dann dem stereoskopischen Betrachten mittels eines polarisations Monitors oder TV kein Bein mehr gestellt. Die fertigen Bilder lassen sich dann zB. mit dem Tridef 3D Viewer am Monitor betrachten, oder aber am 3D TV (umgeschaltet auf Parallax-Barriere 3D; FullSBS).

Die RAW Images der NASA zur MSL Mission sind zu finden unter:

Das kleine 3D Stereo SBS Combiner Tool von mir ist zu finden unter:


So sieht das Tool aus (habe hier mal zwei Bilder der Navigationskameras geladen:
3D Stereo SBS Combiner Tool Picture

Und hier das fertig gekettete Side-by-Side Image der Navigationskameras von Curiosity:
Curiosity SBS 3D Image


Mittwoch, 8. August 2012

Curiosity Rover Foto in 3D umgerechnet

Am 6. August 2012 um 05:31 Uhr (UTC) landete der Marsrover "Curiosity" im Zuge der MSL (Mars Science Laboratory) Mission der Nasa erfolgreich nach 7 Minuten des Schreckens erfolgreich im vorgesehenen Landegebiet des Gale Krates (5,4° S / 137,8° E) in der Mount Sharp Region auf dem Planeten Mars.

Die besagten "7 Minuten des Schreckens" waren gefühlt auch echter Psychoterror, ich saß da mit dem Morgenkaffee in der Hand und folgte gebannt dem was im Livefeed übertragen wurde, das endete glücklicherweise mit der erfreulichen Meldung "Landing confirmed" nach realistisch gesehen "kurzer Zeit", welches sich mittendrin jedoch wie eine Ewigkeit anfühlte.
Als dann die ersten kleinen Thumbnails vom sicher stehenden Rover (Front und Heck) eintrudelten, war ich sehr erleichtert, hatte ich doch die Mission von Anfang an mitverfolgt und mich regelmäßig über die neusten Entwicklungen informiert.

Das erste Bild in höherer Auflösung (immer noch in Graustufen) da es vermutlich mit einer Navigationskamera für die Roverausrichtung aufgenommen worden war, zeigte bereits einige Umgebungsmerkmale der Landeregion.


Da diese Aufnahme mit soetwas wie einer Fischlinse aufgenommen worden zu sein scheint, habe ich dieses Bild mal unter Abschnitt der Überlappungen entzerrt und die Farben entsprechend anderer Marsaufnahmen (Farbtransfer) angepasst, das Resultat sieht dann so aus:


Die bearbeitete Fassung ist natürlich nicht perfekt jedoch zeigt sie die Umgebung doch etwas "realer" als man es durch die Fischlinse wahrnimmt. Ich finde es so jedenfalls ganz nett. Das dafür verwendete Programm ist das Tool "ShiftN 3.6" welches in der Lage ist (wenn auch nicht mit der automatischen Bildanalyse) die Biegung aufzuheben (sofern man alle Regler bis auf den zweiten ganz nach rechts schiebt). Der Rest dh. der Farbtransfer findet dann ganz simpel in Paint.Net statt. Vielleicht bastelt ja jemand mal ein Macro um beide Schritte in einem Programm zu vereinen um für solche Kameraaufnahmen ein Realbild generieren zu können.

Wenn man das ganze mal etwas weiterspinnt und eine virtuelle DephtMap hinzufügt (habe mir mal die Mühe gemacht), dann kann man damit bereits eine 3D Aufnahme erstellen, die sich problemlos mit jedem x-belibigen, polarisiations 3D Monitor oder Fernseher in hochgerechnetem FullHD betrachten läßt, und bekommt den Eindruck vor Ort zu sein :)

Das Neuberchnete Bild sollte aufgrund der Zeilensprungtechnik auf Vollbild betrachtet werden, ein Umschalten auf einen 3D Modus am TV oder Monitor ist nicht erforderlich, solange das Betrachtungsgerät 3D nach dem linearen Polarisationsverfahren unterstützt und man natürlich die 3D Brille aufhat (ausser bei den Brillen losen Modellen versteht sich).


(Curiosity 1st Picture recalculated in linar, polarized, stereoscopic 3D at FullHD)


Vorschau:

Leider kann ich das 3D Bild hier nicht "normal" ablegen, da ansonsten die Tiefeninformation verlohren geht (getestet), daher habe ich es auslagern müssen (siehe der Link über der Vorschau), dort das Bild abspeichern und auf dem Anzeigegerät einfach betrachten, dann sollte es gut zu sehen sein.
...
Rover sammelt Daten und Proben auf dem roten Planeten: Marsfahrzeug „Curiosity“ schickt erstes Farbfoto zur Erde - weiter lesen auf FOCUS Online: http://www.focus.de/wissen/diverses/rover-sammelt-daten-und-proben-auf-dem-roten-planeten-marsfahrzeug-curiosity-schickt-erstes-farbfoto-zur-erde_aid_795415.html

Mittwoch, 4. Juli 2012

WhatsApp unter Bada OS 1.0+ (und Windows)


Da es noch keinen offiziellen Port von WhatsApp für Bada und/oder den PC zu geben scheint habe ich mich mal damit beschäftigt ein Workaround zu basteln. "Wirklich" auf dem Bada System WhatsApp zum laufen bringen kann ich damit zwar auch nicht, jedoch wird der Messenger damit ggf. auf dem OS "nutzbar" (mangels Handy mit Bada System kann ich diese Theorie jedoch nicht vollständig überprüfen). Ihr solltet diese Info / Anleitung erstmal vollständig lesen bevor ihr mit dem "basteln" abfangt, da es für den einen oder anderen sicher nicht die ultimative Lösung darstellt. Ich persönlich nutze ein uraltes iPhone erster Generation. Damit laufen die meisten Apps zwar nicht mehr jedoch immerhin WhatsApp nativ ohne Workaround. Diese Workaround Arie mach ich eigendlich nur für 'ne Freundin die ein Bada Handy hat, jedoch dermaßen viele Kontakte hat die WhatsApp benutzen..

Grundvoraussetzungen
1.)   Internet fähiger PC mit zB. Windows XP Pro, 7
2.)   Internet Flatrate (für den PC)
3.)   RDP Client für Bada zb. http://www.samsungapps.com/topApps/topAppsDetail.as?productId=G00000409808&listYN=Y
4.)   BlueStacks für Windows von http://bluestacks.com/
5.)   Anmeldung bei einem Dynamic DNS Dienstes (zB. www.dyndns.org)
6.)   DSL Router oder wenn nicht vorhanden ein DynDNS Update Tool
7.)   Datenflatrate für das Handy

Nachteile dieses Workarounds

1.)   Permanent geöffnete Ports 3389, 5223 auf PC (AV Suite Software sollte vorhanden sein)
2.)   PC muß laufen wärend die App genutzt werden soll
3.)   PC muß statische IP haben im LAN (glücklicherweise nicht die WAN Verbindung)
4.)   Push Nachrichten werden nicht unmittelbar signalisiert, ausser auf PC was ein gelegendliches Nachsehen im RDP Client erforderlich macht.

Vorteile dieses Workarounds
1.)   WhatsApp läuft auf auf Bada mittels Android Emulation über RDP
2.)   Die Meisten anderen Android- und Windows Apps sind ebenfalls über Bada nutzbar
3.)   Als Nebenerscheinung laufen die meisten Android Apps dann auch auf PC

Was ist zu tun
-> Starte deinen PC (ich geh mal von Windows 7 aus)
-> Klicke auf Start das Startmenü
-> Systemsteuerung
->  auf "Anzeige: Große Symbole" ändern (oben rechts)
-> System
-> Remoteeinstellungen (links, zweiter Punkt mit Schildchen)
-> Checkbox anhaken bei "Remoteunterstützungsverbindungen mit..."
-> Checkbox anhaken bei "Verbindung von Computern zulassen, auf denen eine beliebige.."
-> "Übernehmen" klicken.
 -> Installiere das Programm "BlueStacks" wie oben beschrieben.
-> Klicke auf Start das Startmenü
-> Systemsteuerung
-> Netzwerk- und Freigabecenter
-> "Adapter Einstellungen ändern" (links, oben) anklicken
-> Rechtsklick auf je nach verwendung WLan- oder Lan Verbindung.
-> "Eigenschaften" wählen (Linksklick)
-> Doppelklick auf das Wort "Internetprotokoll.. TCP/IPv4" (nicht das Häkchen entfernen)
-> "Folgende IP Adresse verwenden" wählen und eine NAT IP deines Routers angeben zB. 192.168.0.XXX (statt XXX normalerweise eine Zahl zwischen 2 und 254). Subnetzmaske erscheint automatisch, ansonste gebe 255.255.255.0 ein, und bei Standardgateway die IP des Routers eintragen (in diesem Beispiel wäre das 192.168.0.1).
-> "Folgende DNS-Serveradressen verwenden" wählen und als Bevorzugten DNS-Server erneut die IP des Routers (hier im Beispiel 192.168.0.1) eingeben, alternativen kann man freilassen, oder einen anderen wählen, zB. den von Google (8.8.8.8).
-> Beide Fenster mit "OK" schliessen.
-> Öffne den bevorzugten Webbrowser und melde dich zunächst bei einem DynDNS Dienst an
-> Besuche deinen Router (häufig 192.168.0.1 oder ähnlich, steht im Handbuch)
-> Log dich in deinen Router ein und gehe auf die Portfreigaben.
-> gebe die den Port 3389 UDP und TCP frei, geroutet auf deine nun statische IP des PCs welche wir unter den TCP/IPv4 Einstellungen festgelegt hatten. Der Port 3389 wird primär für das RDP Protokoll verwendet und ohne das würde der Zugriff auf den PC vom Bada System nicht funktionieren.
-> gebe die den Port 5223 TCP frei ebenfalls geroutet auf die IP des PCs, dieser wird von WhatsApp zur Nachrichtenübermittlung verwendet, jedenfalls geht das so in etwa aus der WhatsApp FAQ hervor.
-> Gehe zu den DynamicDNS Einstellungen des Routers (eigendlich sollte weitestgehend jeder Router solche Einstellmöglichkeiten haben) und gib deine DynDNS Hoster Daten ein. Alternativ falls du keinen Router hast mußt du die betreffenden Ports in deiner Firewall Software freigeben und ein DynDNS Update Tool (gibts als Freeware wie Sand am Meer) verwenden, stelle dann jedoch auch sicher das du zusätzlich ein Ping Tool verwendest welches gelegendlich einen Ping irgendwohin sendet, ansonsten wird die Verbindung wegen Inaktivität nach einiger Zeit abgebaut und du kannst dich nicht mehr verbinden.
-> Lade die WhatsApp APK für Android herunter unter http://www.whatsapp.com/android/
-> Installiere WhatsApp unter Android innerhalb von BlueStacks (ggf. ist hierfür ein Android basierender Dateimanager und das setzen der Checkbox unter Android/Einstellungen bei "Unbekannten Quellen vertrauen" erforderlich. (WhatsApp nicht anders installieren, ansonsten sagt das System ggf. das die App nicht unter dem aktuellen System lauffähig ist).
-> Bei der Rufnummern Eingabe innerhalb von WhatsApp unter BlueStacks die Handynummer des Bada Handys eingeben, und einen Moment warten, nach kurzer Zeit erhält man eine SMS mit einer Authentifikationszahl, welche man jetzt am PC eingeben muß, damit das System arbeitet. Sofern man zuvor das Adressbuch vom Bada Handy auf den PC synchronisiert hat, und dann mittels BlueStacks in Android imortiert hat, werden auch bereits alle Kontakte angezeigt, welche ebenfalls WhatsApp haben.
-> Installiere einen RDP Client auf deinem Bada Handy (RDP steht für Remote Desktop Protokoll grob und sinngemäß übersetzt bedeutet das "Bedienoberflächen basierendes Fernwartungs Verfahren", ist also nichts kompliziert cryptisches was dem Gefühl und der Namensgebung nach Zahnärzten gleich kommt, sondern ein etabliertes Verfahren welches es schon ziemlich lange gibt.
-> Starte den RDP client und gib als RDP Server den DynDNS Namen ein den du dir bei deinem DynamicDNS Hoster ausgesucht, und im Router eingetragen hattest (zB. GanzTollerName2012.dyndns.org).
-> Du solltest eine Windows Anmeldemaske sehen, wo du ganz normal deinen Windows Benutzernamen und dein Passwort eingibst (bedenke bitte das du dein Passwort schon etwas komplizierter gewählt haben solltest, ansonsten könnte ja theoretisch auch jeder andere der deinen DynDNS Namen weis/errät auf deinen PC und somit deine Daten zugreifen.
-> Nach der Anmeldung siehst du deinen Desktop und kannst die Windows Programme schon benutzen, oben im Docklet von BlueStacks (sofern du dir WhatsApp dorthin geschoben hattest), kannst du dieses nun starten und "solltest" es benutzen können. Ich habs testweise mal installiert und es startet, wieweit dieses Workaround praxistauglich ist ist jedem selbst überlassen, es ging experimentell nur um die Machbarkeit meines Tests.
Zugegeben fummelig, jedoch aktuell (glaube ich die einzige Lösung sofern man keinen Bock hat hunderte Leute zu überreden einen anderen, webbasierenden SMS Ersatz zu verwenden..
Viel Spaß beim basteln, triplex2011